... aus der Gemeinschaft

Berichte

Trickbetrug an Haustür und Telefon

03.04.2019  
Am Rande einer Jahreshauptversammlung der Siedlergemeinschaft der Südstadt informierte ein Präventionsteam der Polizeiinspektion Braunschweig, zahlreiche Mitglieder und Gäste zum Thema: Wie kann man sich wirksam vor Betrügern, falschen Handwerkern und falschen Polizisten/innen sowie Telefonanrufen ( Enkeltrick), schützen.

 

Immer wieder sind Betrüger unterwegs, die sich als Polizisten, Amtsträger, Mitarbeiter der Gas-Wasserwerke oder als falsche Handwerker ausgeben, um in den Besitz von Geld, Schmuck oder anderen Wertgegenständen zu gelangen. Jetzt kann jeder von sich sagen, darauf falle ich nicht rein, das betrifft mich nicht. Falsch: Das LKA gibt Fallzahlen bekannt: 4235 betrügerische Anrufe mit falschen Polizeibeamten/innen wurden 2018 registriert, 97 davon wurden“ vollendet“. Auf 4,7 Millionen Euro kletterte die Schadensumme. Teilweise ruiniert oder  krank werden die Opfer zurückgelassen. Eine 77 jährige etwa übergab aus Angst vor einen angeblichen rumänischen Einbrecherbande ihre Ersparnisse von 1 Million Euro an die Täter ab. Eine 86 jährige löste ihre Immobilienfonds auf und verkaufte sogar ihr Haus und übergab den Erlös an die „Abholer“. Beim LKA geht man von einer hohen Dunkelziffer aus, die Betroffenen sehen oft aus Scham oder Unkenntnis von einer Anzeige ab.

Wie gehen Betrüger vor:

An der Haustür versuchen Kriminelle unter einem Vorwand, in die Wohnung oder das Haus des Opfers zu kommen. Sie bitten um ein GlasWasser, darum die Toilette zu benutzen, ein Babyfläschchen  erwärmen zu dürfen oder ich bin schwanger, mir ist schlecht, haben sie eine Tablette für mich,  darf ich mich bei ihnen ein bisschen ausruhen. .  

Am Telefon wird die Geschichte aufgetischt, dass ein Angehöriger, oft der Enkel/in, zum Beispiel durch einen Unfall in Notlage geraten sei und dringend Geld gebraucht werde, etwa für Arzt, Anwaltskosten oder Reparaturkosten für einen Autounfall, den Kauf eines neuen Autos oder einer Immobilie. Betrugsversuche durch falsche Gewinnversprechen. Bei diese Masche meldet sich ein Rechtsanwalt oder ein Notar, per Telefon bei älteren Menschen und behauptet, diese hätten einen hohen Geld-Sachwert, zum Beispiel  ein Auto oder eine Reise gewonnen. Vor der „Übergabe „ sei allerdings eine Verwaltergebühr fällig.  

Betrüger versuchen beim Onlinebanking an Zugangsdaten zu kommen. Zu diesem Zweck werden täuschend echt aussehende Internetseiten der Geldinstitute nachgebaut. Dort sollen die Opfer dann ihr Daten hinterlassen – und die Betrüger kassieren dann ab.

Wie kann ich mich vor solchen Betrügereien schützen?

Lassen sie sich nie unter Duck setzen. Legen sie den  Telefonhörer auf, wenn ihnen etwas merkwürdig erscheint. Sprechen sie am Telefon nicht über ihre persönlichen Verhältnisse. Übergeben sie  niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen. Wenn sie unsicher sind, rufen sie die Polizei Bundesweit unter 110 ( ohne Vorwahl ) oder im Internet https:// www.polizei-beratung.de an.  Nutzen sie dabei  nie die Rückruffunktion ihres Telefons, denn dann landen  sie wieder beim Täter, der dabei eine spezielle Technik benutzt, die bei einem Rückruf auf der Telefonanzeige die falsche Polizei-Notrufnummer 110 erscheinen lässt. Zahlen sie keine Gebühren, geben sie niemals Geld aus, um vermeintliche Gewinne einzufordern. Wählen sie keine gebührenpflichtigen Sondernummern. Dies beginnen z.B. mit der Vorwahl 0900 – 0180- 0137 – 02111 – 0044.  Weisen sie unberechtigte Geldforderungen zurück, Verbraucherzentralen bieten dazu Musterschreiben an unter https://www.verbraucherzentale.de . Es gilt immer noch der alte Spruch: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!! Bleiben sie wachsam!! Die Polizei ist dein Freund und Helfer.



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